Sarah Lesch

DRUNTER MACHEN WIR`S NICHT

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TRIGGERWARNUNG!

Der Titel von Sarah Leschs fünftem Album ist Programm und Provokation. Die Lieder sind Statement und Kraftquelle. Die Platte ist eine Ansage an eine Gesellschaft, die sich oft noch schwertut wichtige Diskurse auszuhalten. Nach 50 Jahren “Wir haben abgetrieben”, nach 15 Jahren MeToo-Kampagne, nach knapp einem Jahrzehnt #aufschrei mag vielleicht niemand mehr an die heile Welt glauben, aber mehr als ein kollektives Achselzucken ist leider in der Regel nicht drin. Die Welt ist schlecht, aber dieser ganze Weltverbesserungskram geht dann trotzdem zu weit. Abtreiben darf man doch jetzt und die Arbeitskollegin sieht auch jeden Tag ganz glücklich aus. Und bitte nicht krampfhaft unsere schöne Sprache verhunzen! Oh hoppla, wieder ein Text aus Männerperspektive.

Sarah Lesch ist wütend. Wut, die sich Bahn bricht nach toughen Jahren als Musikerin, als Frau, als Mutter. Als Mensch. Aufgestaute, aufgeschobene Wut. Wut, die sich nun umkehrt: In Kraft und Verständnis. In Klarheit. In Wahrheit, Unbedingtheit und: in Liebe. Das ist alles nicht neu, schon Testament, Zeitlose Kamelle und viele andere ihrer Lieder haben emanzipatorische Themen auf die Bühne getragen. Mit ihnen hat Sarah Lesch dem Liedermachergenre in den letzten Jahren den Altherrendogmatismus ausgetrieben und den politischen Song wieder um Themen des privaten Zusammenlebens erweitert. Und dennoch geht TRIGGERWARNUNG weiter als alles bisherige.

Sarah singt von Gewalterfahrungen, von Demütigungen, von den Härten in einer zwischen Stillstand und Aufbruch, zwischen Elend und Wohlstand zerrissenen Welt. Es sind Lieder, die empowernd sind und aus der anonymen Masse Vereinzelter eine Familie aus verbundenen Geschwistern erschaffen, die ermutigt und wachgeküsst, aber vor allem gemeinsam echten Wandel bewirken können. Nie war Sarah Lesch näher bei sich selbst, nie näher bei den anderen. Nie war ihr Blick klarer, die Sprache deutlicher, die Bilder konkreter als auf TRIGGERWARNUNG.

Wenn Sarah “Die Geschichte von Marsha P. Johnson”, einer US-amerikanischen Dragqueen, Sexarbeiterin und Aktivistin der LGBTQIA+ -Bewegung im gleichnamigen Lied erzählt, ehrt sie eine der Heldinnen, die sich ihr Leben lang dafür einsetzte, dass wir sein können was wir sind. Und zwar auch dann, wenn die Gesellschaft meint, uns in Kategorien wie normal und anders einsortieren zu dürfen.

In „Schweigende Schwestern“ öffnet Sarah nach Jahrzehnten der Verdrängung und Aufarbeitung auch eines ihrer eigenen Traumata, um anderen Betroffenen dysfunktionaler Beziehungen und sexualisierter Gewalt Mut zu machen und zu signalisieren: Ihr seid nicht allein! Und um auch endlich für alle klarzustellen: Es passiert überall und ständig und es ist verdammt nochmal der größte Elefant im Raum – Jede zweite Frau in Deutschland erfährt in ihrem Leben mindestens einmal sexualisierte Gewalt. Nicht nur die Opfer sind unter uns, auch die Täter. Im Kohlenstoffalltag oder in den Kommentarspalten der Sozialen Netzwerke.

Mit „Drunter machen wirs nicht“ hat Sarah schließlich die Female-Empowerment-Hymne schlechthin im Gepäck – schonungslos direkt und mitreißend eingängig. Die Zeit ist nicht für milden Pointen. Aber immer für ein liebevolles Halten, ein verwegenes Augenzwinkern.

Musikalisch setzt Sarah Lesch dabei erneut auf nuanciert kongeniale Bandarrangements, die ihren Liedern und dem Charisma ihrer vielseitigen Stimme einen weiten und tiefen Raum geben. Auch unter Coronabedingungen konnte Sarah gemeinsam mit ihrem Produzenten Erik Manouz dafür eine erstklassige Riege an internationalen Gästen versammeln, darunter auch Jazz- und Pop-Koryphäen wie Wencke Wollny und Antonia Hausmann von Karl die Große oder der preisgekrönte Pianist Johannes Bigge. Entstanden sind Songs, deren lyrische Eindringlichkeit durch die Arrangements noch unterstrichen wird. Botschaft und musikalische Klasse stehen sich hier nicht gegenseitig im Weg, sondern verbünden sich zu einer poetischen Musik, die Ihresgleichen sucht.

Ob Sarah uns im berührenden „Ich trag Dich nach Haus“ Trost spendet, “Licht” wirft auf das Leben in der Pandemie oder uns auch die Seele streichelt mit “Es schläft ein Lied”, TRIGGERWARNUNG ist ein unbedingtes, ein unmittelbares Album. Eines mit Ausrufezeichen.

“TRIGGERWARNUNG” erscheint am 22.10.2021 via Räuberleiter / Kontor / Edel.

RELEASE DATES

Single 1 “Drunter machen wir`s nicht” 16. JULI 2021 Single 2 “Ich trag dich nach Haus” 27. AUGUST 2021 Single 3 “Schweigende Schwestern” 24. SEPTEMBER 2021 Single 4 “Es schläft ein Lied” 29. OKTOBER 2021 Album “Triggerwarnung” 19. NOVEMBER 2021 Keytrack zu Albumrelease: “Die Löwin”

ARTIST INFO

Sarah Lesch (*1986) gehört mit ihren nun fünf Alben und zahlreichen Auszeichnungen zu den wichtigsten Protagonist:innen der neuen deutschen Liedermacherszene. Sie ist Preisträgerin des Troubadour Chansonpreises, des FM4 Protestsongcontests, des Preises der Hanns-Seidel-Stiftung (Songs an einem Sommerabend) sowie des Udo-Lindenberg-Hermann-Hesse-Panikpreises. Ihre lyrischen und feinsinnigen Songs behandeln das Große im Kleinen und beobachten den Alltag und die Welt aus einer Perspektive, die immer nah am Geschehen ist und sich nicht scheut auch bei den unbequemen Themen genau hinzuschauen. Das besondere: Keine Selbsterhöhung, keine Moralisierung, sondern ein Sprechen von Mensch zu Mensch. In ihren Liedern fällt die Grenze zwischen Unterhaltung und Haltung. Nichts ist belanglos, alles ist wichtig. Selten werden die gesellschaftspolitischen Themen unserer Tage so umfassend auf den Punkt gebracht wie in ihren Texten. Charismatisch führt sie ihr Publikum auf Autobahnrastplätze, an schmutzige Küchentische oder in schummrige Kneipen, bringt den Saal zum Lachen, rührt zu Tränen und provoziert ganz wie nebenbei zu Haltung.

“Eine der spannendsten Liedermacherinnen der Zeit, die mit Worten beissen, aber auch umarmen kann” WDR5

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SARAH LESCH LIVE

Alle Konzerte für 2021 und 2022 immer aktuell auf https://sarahlesch.de/konzerte/

06.10.2021 Köln – Die Kantine 07.10.2021 Essen – Zeche Carl 08.10.2021 Bielefeld – Forum 10.10.2021 Stralsund – Störtebeker Brauquartier 13.10.2021 Erfurt – HSD 14.10.2021 Chemnitz – AJZ 15.10.2021 Darmstadt – Centralstation 16.10.2021 Meiningen – Volkshaus 20.10.2021 Nürnberg – Z-Bau 21.10.2021 Mainz – Frankfurter Hof 22.10.2021 Aachen – Franz 23.10.2021 Bonn – Pantheon Theater 27.10.2021 Berlin – Metropol 28.10.2021 Zwickau – Alter Gastometer 30.10.2021 Leipzig – UT Connewitz 03.11.2021 Markgröningen – Stadthalle 04.11.2021 Freiburg – Jazzhaus Freiburg 05.11.2021 Basel (CH) – Konzertfabrik Z7 06.11.2021 Bern (CH) – Mühle Hunziken 07.11.2021 Offenburg – Reithalle Offenburg 17.11.2021 Göttingen – Musa 18.11.2021 Hannover – Markuskirche 19.11.2021 Neubrandenburg – Konzertkirche 21.11.2021 Lübeck – Kolosseum 24.11.2021 Regensburg – Alte Mälzerei 25.11.2021 München – Strom 26.11.2021 Linz (AT) – Posthof 27.11.2021 Melk (AT) – Tischlerei Melk 28.11.2021 Wien (AT) – Stadtsaal Wien 04.12.2021 Cottbus – Gladhouse